Zwischen Tech
und Tinte.
Warum keepsake existiert.
Ich komme beruflich aus der Tech-Branche – einer Welt, die auf maximale Skalierung, endlose Leistung und rasend schnelle Optimierung ausgelegt ist. Doch ganz egal, wie tief ich in dieser digitalen Realität steckte: Ich habe meine Seele nie aus der Kunst herausbekommen. Ich stand auf Theaterbühnen, habe selbst gemalt und Räume gestaltet – doch meine größte, beständigste Leidenschaft war schon immer das Schreiben. Rohe Essays, Songtexte, intime Geschichten. Worte, die nicht performen müssen, sondern berühren wollen.
Je digitaler mein Alltag wurde, desto lauter wurde das Bedürfnis nach einem physischen Gegenpol. Nach Dingen, die Gewicht haben. Die man riechen, fühlen und an die Wand hängen kann, ohne dass ein Akku leer geht oder ein Algorithmus entscheidet, ob sie relevant sind. Und vor allem: nach Menschen, die diese Sehnsucht teilen.
Der Name des Projekts ist tief in meiner eigenen Geschichte verwurzelt: Mein zweiter Vorname ist Bergüzar. Es ist ein altes türkisches Wort, das wörtlich übersetzt ein Andenken, eine Erinnerungsgabe oder ein bewahrtes Mitbringsel von einer Reise bedeutet. Keepsake ist die direkte Übersetzung davon.
Mit dem Keepsake Mail Club baue ich genau das: Ein Archiv aus physischen Erinnerungsstücken und ein Zuhause für eine bewusste, feinsinnige Community, die Kunst nicht bloß konsumiert, sondern ihr einen echten Platz im Leben schenkt. Ich kuratiere Arbeiten von Artists, die ich schätze, schaffe faire Strukturen auf Augenhöhe und teile meine Texte, die ungefiltert, verletzlich und ehrlich bleiben dürfen.
Nicht als lauter Monolog im Feed, sondern als intimer Dialog von Mensch zu Mensch – pünktlich zum Monatsanfang in deinem Briefkasten.
— Merve Bergüzar Deniz